Aneignung neuer Kommunikationstechnologien in sozialen by Thilo Pape

By Thilo Pape

If a guy can write a greater publication, pontificate a greater sermon or make a greater mou- capture than his neighbor, although he builds his apartment within the woods, the realm will make a crushed route to his door. Ralph Waldo Emerson, 1803-1882 (nach Shapiro & Epstein, 2006) Dieses viel zitierte Motto soll der vorliegenden Arbeit als Ausgangspunkt d- nen, und zwar in dem eigentlichen Wortsinne, dass wir es mit fortschreitendem Gedankengang immer weiter hinter uns lassen. Eine uberlegene Idee, so prop- zeit Emerson, wird fruher oder spater ihre Anhanger finden und letztlich der Gesellschaft ihre eigene Pragung geben. Die Beliebtheit des Spruchs unter poli- schen Reformern wie auch unter Management-Gurus bis in die heutigen Tage hinein zeigt, dass die hier zum Ausdruck gebrachte Ansicht unter Praktikern noch immer Einfluss hat (M. L. King, 2000; Wellman, 1997; Reilly, 2003). Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts fasste aber zunachst unter den Pionieren der Sozialwissenschaft die Feststellung Fuss, dass nicht jede uber- gene Neuerung sich spater auch tatsachlich durchsetzt: Manche vielversprech- de Idee schien schlicht zu versanden etwa durch die Unkenntnis auf Seiten der potentiellen Ubernehmer oder durch innovationsfeindliche soziale Normen."

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Der Katalog im Anhang der zweiten Auflage von „Diffusion of Innovations“ umfasst 103 Generalisierungen, von denen manche bereits auf über 200 Referenzstudien verweisen können (Rogers & Shoemaker, 1971, S. 346-385). Die empirischen Befunde in Verbindung mit dem Ausmaß an unterstützenden Ergebnissen erlauben schließlich, die „Validität“ einer Generalisierung zu beurteilen: Je höher die Zahl der Befunde und je höher die Zustimmung, desto höher ist die Gültigkeit einzustufen – bis hin zu dem Punkt, wo sie aufgewertet wird zum „Prinzip“ oder sogar zum „Gesetz“ (Rogers & Shoemaker, 1971, S.

Goldsmith und Hofacker (1991) bemängeln das Fehlen eines inhaltlichen Zusammenhangs mit dem latenten Konstrukt der „Innovativeness“. Bowden und Corkindale (2005) merken an, eine Charakterisierung der Innovatoren als früheste Übernehmer sei schlicht tautologisch. Schließlich müssen auch die Aussagen zur Bedeutung der sozialen Stellung von Übernehmern als wenig systematisch angesehen werden. So finden sich schwer abgrenzbare Generalisierungen dazu an ganz verschiedenen Stellen: In der Auflistung von Attributen der Übernehmer von Innovationen nennt Rogers den sozialen Status (Generalisierung 7-5) sowie soziale Partizipation (Generalisierung 7-18) als Kriterien.

Lowery & DeFleur, 1995). Meyer (2004, S. 59) stellt die fünf zentralen Merkmale des Vorgehens zusammen, die so in beinahe jeder Diffusionsstudie seit Ryan und Gross auftauchen: „1. quantitative data, 2. concerning a single innovation, 3. collected from adopters, 4. at a single point in time, 5. ” Zweifellos tauchen auch andere Methoden auf: Zusätzlich zum Sammeln quantitativer Daten wurden im Rahmen von Diffusionsstudien auch Leitfadeninterviews mit potentiellen Übernehmern durchgeführt (Anderson & Kanuka, 1997).

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